Willkommen zu meinen Wanderungen & Touren in Südtirol und manchmal auch darüber hinaus.

Großer Möseler vom Neves Stausee Lappach aus

Bei dieser Tour führen wir euch vom Mühlwalder Tal auf den Großen Möseler 3.478 m, auch Mösele genannt (ital. Grande Mèsule). Er ist der zweithöchste Berg der Zillertaler Alpen.

Gipfelkreuz Großer Möseler 3.478 m, Zillertaler Alpen

Gipfelkreuz Großer Möseler 3.478 m, Zillertaler Alpen

Anfahrt zum Neves Stausee und Aufstieg Chemnitzer Hütte

Start am Parkplatz des Neves Stausee in Lappach

Start am Parkplatz des Neves Stausee in Lappach

Die Anfahrt erfolgt von Bruneck nach Mühlen in Taufers, durch das Dorf hindurch und dann links abbiegend der Beschilderung Mühlwald folgend. Wir fahren weiter bis nach Lappach und dort durch die Ortschaft hindurch, bis zum Parkplatz am Neves Stausee (mautpflichtig).

Vorbei an der urigen Almhütte am Neves Stausee

Vorbei an der urigen Almhütte am Neves Stausee

Wegmarkierung Nr. 24 zur Chemnitzer Hütte

Wegmarkierung Nr. 24 zur Chemnitzer Hütte

Vom Parkplatz starten wir los, vorbei an der urigen Almhütte, der Beschilderung Nr. 24 Chemnitzer Hütte folgend. Kurz nach der Hütte biegen wir rechts ab, weiter auf Markierung Nr. 24, und steigen über den schmalen Waldweg teilweise steil bergauf. Wir kürzen über diesen Weg den Normalweg über die Forststraße ab. Später geht es dann flacher über die Nevesalm Richtung Chemnitzer Hütte (auch Nevesjochhütte) auf 2.419 m empor. Angeschriebene Aufstiegszeit vom Parkplatz bis zur Chemnitzer Hütte 1 Std. 45 min.

Nevesalm Richtung Chemnitzer Hütte

Nevesalm Richtung Chemnitzer Hütte

Wegmarkierung Nr. 24 Chemnitzer Hütte

Wegmarkierung Nr. 24 Chemnitzer Hütte

Die ersten Sonnenstrahlen und die Chemnitzer Hütte in Sicht

Die ersten Sonnenstrahlen und die Chemnitzer Hütte in Sicht

Aufstieg von der Chemnitzer Hütte auf den Großen Möseler

Von der Chemnitzer Hütte folgen wir auf dem Neveser Höhenweg der Wegmarkierung Nr. 1 Eisbruggjochhütte (Edelrauthütte). Anfangs über einen kurzen Aufstieg über Steinplatten empor, weiter über eine seilgesicherte Passage, geht es daraufhin flacher dahin, und es folgt auch ein kurzer Abstieg.

An der Chemnitzer Hütte angekommen

An der Chemnitzer Hütte angekommen

Neveser Höhenweg Wegmarkierung Nr. 1 Eisbruggjochhütte (Edelrauthütte)

Neveser Höhenweg Wegmarkierung Nr. 1 Eisbruggjochhütte (Edelrauthütte)

Wegmarkierung Nr. 1 von Chemnitzer Hütte aus

Wegmarkierung Nr. 1 von Chemnitzer Hütte aus

Wir erreichen einen Wegweiser mit großen Metallpfeilen, welche den Weg zum Turnerkamp und Großen Möseler zeigen. Kurz darauf gelangen wir an einen Gletscherbach, welchen wir über den schmalen Baumsteg überqueren. Noch ein Stück wandern wir hier weiter auf Weg Nr. 1, bis wir kurz darauf nach einem großen Steinblock rechts abbiegen müssen.

Seilgesicherte Passage

Seilgesicherte Passage

Blick auf Großer Möseler und Turnerkamp

Blick auf Großer Möseler und Turnerkamp

Auch die Schafe genießen das Bergpanorama

Auch die Schafe genießen das Bergpanorama

Metalwegweiser Großer Möseler und Turnerkamp

Metalwegweiser Großer Möseler und Turnerkamp

Überquerung Gletscherbach mit Blick auf Großer Möseler und Turnerkamp

Überquerung Gletscherbach mit Blick auf Großer Möseler und Turnerkamp

Wir folgen den Steinmännchen, anfangs noch recht flach über glattgeschliffene Steine, darauf folgt dann ein Anstieg, den Weg steil bergauf. Weiter geht es über Steine und Felsbrocken, außer Steinmännchen gibt es hier keine Markierungen, deshalb sollte man gut darauf achten.

Noch ist der Weg gut markiert

Noch ist der Weg gut markiert

Kurz nach diesen Steinblöcken heißt es rechts abbiegen

Kurz nach diesen Steinblöcken heißt es rechts abbiegen

Abzweigung Aufstieg Großer Möseler

Abzweigung Aufstieg Großer Möseler

Über langgezogene geschliffene Felsplatten und einige Schneefelder, wandern wir Richtung Möseler-Sattel. Der Aufstieg zum Sattel ist alles andere als schön. Das Schneefeld lässt sich gut begehen, dann jedoch heißt es über Geröll, Schutt und Felsbrocken zum Sattel aufsteigen, was sehr mühsam ist. Motiviert mit dem Blick auf das Gipfelkreuz gehen wir die letzte Passage an, und steigen über teilweise große Felsblöcke und in leichter Kletterei zum Gipfel auf.

Aufstieg Großer Möseler

Aufstieg Großer Möseler

Aufstieg Möseler-Sattel durch das Schneefeld

Aufstieg Möseler-Sattel durch das Schneefeld

Der steile Aufstieg zum Möseler-Sattel

Der steile Aufstieg zum Möseler-Sattel

Geschafft!! Wir stehen am Gipfel des 3.478 m hohen Großen Möseler und haben eine traumhafte Aussicht. Wir blicken auf die Gletschergebiete Schlegeiskees, Furtschaglkees, Waxeckkees, Nevesferner und die Bergspitzen des Turnercamp neben uns, des Schwarzenstein, Großvenediger, die Rieserfernergruppe, Roßruggspitze und viele weitere mehr.

Blick auf den Turnerkamp

Blick auf den Turnerkamp

Gipfelkreuz in Sicht, über Blockwerk und lose Steine geht es das letzte Stück empor

Gipfelkreuz in Sicht, über Blockwerk und lose Steine geht es das letzte Stück empor

Abstieg zurück zum Neves Stausee und Grobdaten für den Aufstieg

Wir genießen die Aussicht, das herrliche Wetter und die Gipfeljause, bevor wir uns wieder über den Aufstiegsweg auf den Rückweg machen. In der Chemnitzer Hütte machen wir noch kurz Halt, und wechseln bei einem Weißbier noch ein paar Worte mit dem lustigen Hüttenwirt und seinem Sohn. Dann kehren wir wieder zurück zum Parkplatz am Neves Stausee.

Im Aufstieg vom Parkplatz bis auf den Gipfel des Großen Möseler werden ca. 1.600 Hm bewältigt. Die angeschriebene Aufstiegszeit beträgt ca. 5 Std. 45 min.

Gipfelkreuz Großer Möseler 3.478 m mit herrlicher Aussicht

Gipfelkreuz Großer Möseler 3.478 m mit herrlicher Aussicht

Blick vom Großen Möseler auf den Turnerkamp

Blick vom Großen Möseler auf den Turnerkamp

Ausblick vom Gipfel des Großen Möseler Am Gipfelkreuz hängt eine ganz besondere Christus-Darstellung

8 Antworten

  1. Hanspeter

    Ja, echt tolle Tour auf den großen Möseler. Wir waren da von 2 Jahren und sind direkt hinauf zum Vorgipfel und dann über den Grad weiter zum Hauptgipfel….echt cool aber nicht ganz ohne…Wir hatten echt super Wetter und tolle Fernsicht, hier ein Panofoto vom Gipfel http://goo.gl/QqgzCj

    17. November 2015 um 22:49

    • Danke Hanspeter für Deinen Beitrag und das tolle Foto!

      Schöne Grüße
      Robert

      18. November 2015 um 6:20

  2. Hermann Gerald Plaickner

    Ich danke vielmals für diese TOLLE Beschreibung – auch wenn man vom Tal ist, hilft so eine bei der Erstbesteigung. SUPER !!!

    10. August 2016 um 16:47

    • Herzlichen Dank Hermann Gerald, freut mich sehr!

      Liebe Grüße
      Robert

      11. August 2016 um 6:06

  3. Bernd

    Servus Robert,
    absolut geniale Beschreibungen!
    Könntest Du uns bitte noch helfen bei der Einschätzung der Tour „Großer Möseler vom Neves Stausee Lappach aus“.
    Wir sind konditionell stark, alpin erfahren, und auch ausgeprägt trittsicher, und auch Schneefelderfahren. Jedoch verfügen wir über keine ausgeprägte Gletschererfahrung, und auch nicht über Steigeisen oder Pickel.
    Von deiner Beschreibung und Deinen Fotos her würden wir uns die Tour zutrauen. Auf der Website der Chemnitzer Hütte steht „für geübte Wanderer geeignet“.
    Auch aus Deiner Sicht ok?
    Allerdings haben wir auf einer Seite etwas von Steinschlaggefahr gelesen, evtl. ist das aber eine andere Variante als Deine.
    Natürlich werden wir vorher auf der Chemnitzer Hütte mal anrufen wie die Schneelage ist.

    Vielen herzlíchen Dank vorab!
    Viele Grüße,
    Bernd.

    14. August 2017 um 16:44

    • Hallo Bernd,

      Dankeschön für Dein Lob, freut mich sehr!
      Ja, „für geübte Wanderer geeignet“ trifft auf jeden Fall zu. Der Gletscher ist auf Südtiroler Seite, also auf meiner Wegbeschreibung, so weit zurückgegangen, dass man im Grunde bis zum Gipfel nicht mehr auf viel Schnee trifft. Es braucht im Normalfall also keine Steigeisen. Das hängt natürlich vom Wetter und der Jahreszeit ab, gelegentlich bleiben gegen den Gipfel hin kleinere Schneepassagen liegen. Ich wollte letzten Samstag wieder diese Tour machen, musste dann aber auf gut 3.000 m umkehren, da aufgrund des Nebels überhaupt keine Sicht mehr war.
      Gefährlich ist die Rinne beim Gipfelaufstieg, vor allem hier gibt es Steinschlaggefahr aufgrund des vielen losen Materials. Auch am Samstag hörten wir Steine rollen, Grund genug für uns, bei der schlechten Sicht den Gipfelaufstieg abzubrechen.

      Liebe Grüße und alles Gute für die Tour!
      Robert

      14. August 2017 um 22:11

  4. Bernd

    Hallo Robert,

    vielen Dank für Deine Antwort, das hilft auf jeden Fall weiter!
    Hättest Du noch einen Tipp, wo die GPS-Track Daten zu finden sind?
    Ist mir leider nciht gelungen.
    Vielleicht peilen wir auch den Hochfeiler dieses Wochenende an, bestimmt warst Du da auch schon mal oben :-). Wobei am Möseler vielleicht weniger los ist, auf der Hochfeiler Hütte ist zumindest alles ausgebucht.

    Vielen Dank nochmals!
    Grüße,
    Bernd.

    17. August 2017 um 10:50

    • Hallo Bernd!

      Der Hochfeiler steht bei mir noch auf dem Programm, da war ich noch nicht. 🙂
      Bzgl. GPS-Daten, die müsstest Du auf der Seite von Sentres erhalten.

      Liebe Grüße und Berg Heil!
      Robert

      19. August 2017 um 11:30

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